Spielberichte Hallensaison 2004/05

Ein Teil von volley 0405 auf mifrie.de

Schnellfinder Spielberichte

Altengamme 1 2 3  
Concordia 1 2 3  
Berne 1 2 3 Pokal
Eimsbüttel 1 2 3  
Elmshorn 1 2 3  
Geesthacht 1 2 3  
Harburg 1 2 3  
HTBU 1 2 3  

Lebt er noch?

Trainingslager in Schönhagen

Wir hätten es wissen können: die Vorstellungen, die Spieler und Trainer sich von einem dreitägigem Trainingslager an der Ostsee machen, sind nicht deckungsgleich. Aber kann der arglose Spieler denn ahnen, dass der verheißungsvolle Satz „... da ist auch ein schöner Sandstrand in der Nähe“ im Trainerdeutsch automatisch (und daher unausgesprochen) um den Zusatz „,den werdet ihr aber nicht sehen!“ zu ergänzen ist? Gut, es gab Anzeichen für das drohende Unheil: die Wahl der Unterkunft in einer Herberge des Hamburger Sportbundes ließ nicht unbedingt die erträumte Wellness-Oase mit angeschlossener Cocktailbar erwarten. Auch die Lage der Trainingshalle inmitten eines umzäunten und bewachten Kasernengeländes mag bei unvoreingenommenen Betrachtern von vornherein eher die Assoziation „Drillen“ statt wie bei uns „Daddeln“ geweckt haben.

Aber wir wollen nicht klagen. Schließlich erging es anderen Hamburger Sportlern auch nicht besser. Zwar waren diese weiteren 80 Bewohner unserer Unterkunft zwischen 7 und 10 Jahre alt und insofern vielleicht noch nicht ganz so stark wie wir auf die fehlende Hotelbar fixiert, aber wollen wir das als Ausrede gelten lassen? "Nein" sagten wir uns und machten uns ein ums andere Mal schlurfenden Schrittes auf zur Brutstätte kommender großer Erfolge: Der Trainingshalle. Ein wenig leichter wurde dieser Gang dadurch, dass sich auf unserem Weg regelmäßig die Gelegenheit zu einer kurzen visuellen Überprüfung der aktuellen Belegung des Damen-Duschtraktes der Gymnastikhalle bot. An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank an den genialen Architekten sowie an die Damen des örtlichen Gymnastikclubs.

Derart motiviert gelang es uns, die diversen Trainingseinheiten hinter uns zu bringen und wir fanden sogar noch Kraft zu einem Streifzug durch die umliegenden Wälder, wo wir überraschend auf eine Lokalität namens "Robin Hood" trafen. Dort raubte man uns erstaunlicherweise nicht aus, sondern versorgte statt dessen die anwesenden 12 WiWa-Recken mit Mixgetränken aller Art zu äußerst überschaubaren Preisen. Insgesamt ein durchaus akzeptabler Ersatz für die fehlende Hotelbar, wenngleich man sagen muss, dass der Abend offenbar nicht allen Akteuren gut bekommen ist. Wie sonst wäre die überzeugte Feststellung "Euch besiegen wir" eines 8 jährigen Fußball-Zwerges beim Anblick unseres leicht übernächtigten Teams am folgenden Morgen zu erklären? Vermutlich lag er da nicht mal falsch, was Insider daran erkennen mögen, dass Trainer Christoph beim abschließenden Fußballspiel am Sonntagmorgen mehr Ballkontakte hatte als in seinem ganzen WiWa-Trainingsleben zuvor... Immerhin lebten am Ende noch alle (nicht nur der alte Holzmichel), was von unseren Freunden ostdeutschen Liedgutes auch immer wieder begeistert bestätigt wurde.

 

Spielberichte

18.09.04 VG WiWa VfL Geesthacht 3:1 (-21, 20, 21, 16)
Erstes Saisonspiel - und gleich ging es gegen den Regionalliga-Absteiger Geesthacht. Dabei war mit Gazelle auch ein guter Bekannter aus unserer RL-Zeit. Geesthacht war gut eingestellt und anfangs auch in allen Spielelementen überlegen. Mit einer starken Annahme (gegen verhältnismäßig schwache Aufschläge von uns) ließen sie uns in Block und Feldabwehr ein ums andere Mal alt aussehen. Dabei war unser eigenes Angriffsspiel gar nicht so übel - es fehlte aber am Ende das ein oder andere Quäntchen.

Im zweiten Satz legten wir im Aufschlag zu. Besonders JP und Björn, der hinten für Arne reinkam, sorgten für unsere Führung. Im dritten Satz gab's eine Schrecksekunde, als Stefan und Jan in einer unglücklichen Aktion zusammenkrachten und Stefan verletzt vom Feld musste. Aber Björn fand sehr schnell ins Spiel, so dass wir nach dem dritten auch den vierten Satz klar gegen eine nun vermehrt verunsichert wirkende Geesthachter Mannschaft gewannen.

 

18.09.04 VG WiWa SV Altengamme 3:1 (25, -20, 16, 22)
Mit Altengamme, einem der Landesligaaufsteiger, kamen nach einigen Jahren der Abstinenz einige alte Bekannte zurück in die Verbandsliga. Früher noch unter VG Vierlande aktiv, gaben sich die Schöffels, Davids und Plötzens dieser Welt ein Stelldichein. Und auch ein paar Leute, die Jahrzehnte lang nur in anderen Vereinen gesichtet wurden, waren dabei - wie Jan Martens und Lars Maryniak. Letzterer machte uns ziemliche Probleme über die Mittelposition - da keimte in dem einen oder anderen schon vereinzelt der Gedanke an den guten alten "Perücke" (man erinnere sich an die Saison 2000/01) mit zwei Niederlagen gegen - ja Buchholz!

Dennoch führten wir souverän mit 23:17 und hätten uns den Stress zum Ende des ersten Satzes - sogar mit Satzball gegen uns bei 24:25 - gar nicht antun müssen. Aber manchmal liegt doch die Hasenpfote unterm Netz. Die Verunsicherung (was tun?) war weiter spürbar im zweiten Durchgang. Gute Blocks von Altengamme und zweifelhafte Abwehr- und vor allem Blockfehler unsererseits machten den Unterschied, so dass das 20:25 in Ordnung ging. Gut, dass auch Altengamme dem Tempo etwas Tribut zollen musste. So gelang uns ein sauberer dritter Satz, und als im vierten Arne etwas außer Puste war, gab Jens einen gelungenen Verbandsliga-Einstand. Die Altengammer Blockspieler wussten gar nicht, wie ihnen geschah - so schnell schlug der Ball in ihrem Dreimeterraum ein. Das machte Hoffnung.

 

25.09.04 Eimsbüttler TV VG WiWa 1:3 (-21, -16, 17, -23)

Wir waren mit dreizehn Mann angerückt, unsere Maximalbesetzung - berücksichtigt man, dass Martin irgendwo auf dem Bosporus herumschipperte und Steven aus dem Hessenländle nicht schnell genug wieder nach Hamburg gefunden hatte. Dafür war Lars anwesend, der diese Saison gar nicht zum Kader gerechnet werden kann. Wir begannen nicht so konzentriert, wie Aushilfscoach Stefan sich das wahrscheinlich erträumt hatte. Der gesamte Spielaufbau wirkte fahrig und wenig überzeugend. Dass ETV allerdings wenig mehr zustande brachte, sagt einiges aus. Im zweiten Satz fanden wir jedoch besser ins Spiel, ein ums andere Mal konnte der kleinere Außenangreifer erfolgreich geblockt werden. Da die Mitte bei ETV nicht stattfand, machte nur Wojtek vereinzelte Punkte über Diagonal, aber auch er spielt eben nicht durchgängig auf dem obersten Niveau.

Der dritte Satz ging dann auf einmal verloren, was mit einer grottenschlechten Annahmeleistung zu erklären ist. Gut, dass wir noch genügend Alternativen auf der Bank hatten und die Annahme komplett umstellen konnten. Und als ab Mitte des vierten Satz dann auch noch die Außen wieder ausnahmslos durchkamen, war die gute Stimmung gerettet und das Spiel gewonnen.

 

25.09.04 VG Elmshorn VG WiWa 0:3 (-21, -17, -22)

Während Jan, Björn und ich zur Hochzeit von Wiebke und Uli verschwanden (nicht ohne uns noch einmal in feinem Zwirn am Spielfeldrand sehen zu lassen und den ersten Satzgewinn gegen VGE zu bejubeln), kämpften die verbleibenden zehn Recken gegen Elmshorn, deren Team ebenfalls aus Hochzeitsgründen geschwächt war.

So schlecht können die drei Sätze aber nicht gelaufen sein, wenn man sich die Statistik (nur eine Auszeit und ein Spielerwechsel) anschaut. Unterm Strich stand ein glatter 3:0-Erfolg, der uns zu unserer ersten Tabellenführung seit der Aufstiegssaison 2000/01 verhalf.

 

24.10.04 Harburger TB VG WiWa 3:2 (19, 14, -16, -14, 9)

Nachdem wir den Start in das Match vollkommen verschlafen hatten, wurde es leider im ersten Satz nicht mehr besser. Annahme schwach, Aufschläge nicht druckvoll genug und eine katastrophale Abwehrleistung - was will man damit reißen? Leider wurde es auch im zweiten Satz nicht besser - im Gegenteil: Die Verunsicherung wuchs. Ruhiger wurde es erst im dritten Satz. Harburg merkte aber schnell, dass uns im neuen Schwung nicht beizukommen war und wechselte drei wichtige Spieler aus. Nachdem wir Satz drei und vier im Schnelldurchgang gewonnen hatte, erwies sich das als eine großartige Taktik. Eben jene drei Spieler - nun wieder erholt und mit freiem Kopf - zogen uns im Tiebreak den Zahn. Das war bitter.

 

24.10.04 TUS Berne VG WiWa 0:3 (-14, -23, -20)

Das Match gegen Harburg hatte Kraft gekostet. Da wir aber wieder in voller Besetzung angetreten waren, hatten wir noch genügend Reserven gegen Berne. So konnten wir auch eine kurze Schwächeperiode im zweiten Satz überstehen, in der Berne von 17:22 wieder auf 23:24 herankam, bevor wir dann doch den Satz zumachten. Der dritte Durchgang verlief dann wieder etwas überschaubarer.

Nach unserer ersten Saisonniederlage sind wir nunmehr auf den zweiten Tabellenplatz hinter Cordi zurückgefallen. Damit kommt es beim nächsten Spieltag zum Spitzenduell SCC- WiWa. Etliche Fans haben sich bereits angekündigt.

 

30.10.04 SC Concordia VG WiWa 3:1 (17, 16, -23, 21)

Ganz kurz: Cordi war uns in allen Belangen überlegen. Besonders auf den Außenpositionen konnten wir die zuletzt gezeigten Leistungen nicht wiederholen und scheiterten ein ums andere Mal an dem Versuch, den Ball auf den Boden zu bringen. Direkte Annahmefehler machten das Gewinnen nicht leichter. Und auch der Gewinn des dritten Satzes war letztlich nur ein Ausrutscher von Cordi: Die Oldies führten schon mit 22:16, als Micha per gutem Service und JP durch einige sehenswerte Blocks uns wieder auf 24:22 nach vorn brachten. Leider konnten wir eine solche Phase zum Ende des vierten Satzes nicht mehr einstreuen und verloren letztlich verdient mit 1:3.

 

30.10.04 VG WiWa HTBU 3:1 ()

HTBU läuft in dieser Saison nach dem Verlust von vier wichtigen Spielern mit einer deutlich geschwächten Truppe auf. Zwar hatte man auch Cordi noch einen Satzverlust beibringen können, jedoch reichte die Kondition danach nicht mehr. Hier lagen dann auch die größten Uhlenhorster Sorgen.

Jan Mieze war als Mittelangreifer im zweiten Spiel de facto nicht mehr einsetzbar, und so mussten es die Außen und Marcus Hübner als Diagonalangreifer richten. Das gelang gegen eine pomadig aufspielende WiWa-Mannschaft zum Teil ganz gut, prompt ging der zweite Satz an HTBU. Letztlich konnten wir uns in diesem schwachen Spiel aber durchsetzen.

 

06.11.04 TUS Berne VG WiWa 1:3 (-23, -24, 23, -18)

WiWa machte einen großen Schritt. Endlich gelang es uns, auch in engen Situationen cool zu reagieren und im entscheidenden Moment den Gashebel noch einmal umzulegen. So mussten wir in allen Sätzen - mit Ausnahme des letzten - Rückständen hinterherlaufen, was aber nicht weiter verdrießlich war, wenn man die Durchgänge gewinnt. Allerdings können wir uns auch nicht immer darauf verlassen, dass das so funktioniert. Andere Gegner könnten hier konsequenter sein und uns das Glück im richtigen Moment einfach fehlen.

 

06.11.04 VG WiWa Harburger TB 3:0 (17, 17, 20)

Das nennt man wohl eine gelungene Revanche für die 3:2-Niederlage im ersten Spiel. Harburg konnte zu keiner Phase des Matches an seine gute Leistung anknüpfen um uns damit unter Druck zu setzen. Unsere Annahme stand gut, das Spiel über Mitte und Außen (erster Saisoneinsatz für Hans) funktionierte. Stevie kehrte auch ins Team zurück, wenn auch zunächst einmal in der Anfeuerrolle. Ab dem kommenden Spieltag wird er dann auch wieder in der Mitte gefordert sein.

 

20.11.04 VG WiWa VG Elmshorn 3:1 (13, -23, 25, 9)

Ein Spiel im Wechselbad der Gefühle: Nachdem wir im ersten Satz - vor allem dank der Fehler im Elmshorner Spielaufbau - dominierten, mussten wir den zweiten Durchgang trotz einer frühen Sechs-Punkte-Führung noch abgeben. Die Stimmung war am Boden.

Der  dritte Satz war härter umkämpft, auch ein 23:21 kurz vor Schluss reichte noch nicht. Nachdem Torben sich verletzte, musste Micha die schwierigen Punkte einfahren. Im dritten Satz noch mit knapper Not gelang dieses im vierten Durchgang sehr eindrucksvoll, was in einem klaren 25:9 gipfelte. Der allgemeine Eindruck war jedoch: Dieses Spiel hätten wir ebenso gut verlieren können, wenn auch der dritte Satz an Elmshorn gegangen wäre. Eine Warnung zur rechten Zeit.

 

20.11.04 VG WiWa Eimsbüttler TV 3:1 (-22, 16, 22, 25)

Gegen Eimsbüttel brauchten wir den ersten Satz, um ins Spiel zu finden. Die Jungs waren uns einfach in allen Belangen einen Tick überlegen. Letztlich spielten sie damit aber am oberen Rand ihrer Möglichkeiten. Und so zahlte sich unsere Geduld aus: Die Sätze zwei und drei gingen klar an uns. Dass es im vierten Satz dann noch einmal so eng wurde, dass wir Satzbälle abzuwehren hatten, war natürlich nicht geplant, konnte aber schlussendlich niemanden mehr stören. Wieder einmal ein gelungener Heimspieltag, der mit einem Ergebnis aus der Bandwirkerstraße noch mehr wert war... Am kommenden Wochenende geht es nun gegen wieder erstarkte Geesthachter Jungs.

 

27.11.04 SV Altengamme VG WiWa 0:3 (-16, -16, -14)

Das Spiel gegen Altengamme als Spaziergang zu bezeichnen, wäre etwas übertrieben. Allerdings machten es uns die Gegner dieses Mal durch eine sehr hohe Eigenfehlerquote sehr leicht, deutlich zu gewinnen. Besonders in der Annahme offenbarten sich große Defizite, die der Altengammer Zuspieler Andreas David nicht mehr ausgleichen konnte. Spätestens zur Mitte jedes Satzes setzten wir uns deutlich ab und gaben den Vorsprung nicht mehr her. Christoph ließ trotzdem die Startformation bis zum Ende auf dem Feld, mit Ausnahme von Marcio, der ab der Mitte des zweiten Satzes die Diagonalposition von Bernd übernahm.

 

27.11.04 VG WiWa VfL Geesthacht 3:2 (21, -21, -21, 17, 11)

Der Spieltag war für Geesthacht die letzte Chance, den Anschluss zur Tabellenspitze in der Verbandsliga herzustellen. Gegen Altengamme hatte Trainer Olli Müller daher auch einige seiner Stammkräfte wie Marcus Schmidt und JP Kaeding geschont und unter anderem dem zweiten Zuspieler eine Chance gegeben. Dafür musste Geesthacht allerdings auch einen Satzverlust hinnehmen, der Kondition kostete, auch wenn zwei Sätze gegen Altengamme sehr deutlich gewonnen wurden.

Wir erwischten den besseren Start und gingen verdient mit 1:0 Sätzen in Führung. Auch zu Beginn des zweiten Satzes sah alles nach einem klaren Spielverlauf aus: Wir erkämpften uns nach und nach einen Fünf-Punkte-Vorsprung (13:8), hatten gerade in den langen Ballwechseln, von denen es einige gab, häufig das bessere Ende auf unserer Seite. Dann gelang es Geesthacht jedoch, innerhalb nur einer halben Rotation, zwölf Punkte zu erzielen, so dass unser Vorsprung sich in einen Fünf-Punkte-Rückstand verwandelte. Besonders die Sprungaufschläge von Marcus Schmidt machten uns dabei große Sorgen, wir selbst waren aber in dieser Phase nicht in der Lage, auch einfachere Angriffssituationen auszunutzen. Geesthacht wurde anschließend immer stärker, besonders im Block zogen uns die Gegner wiederholt den Zahn. Bezeichnend dabei, dass selbst unsere erfahrenen Angreifer kaum in der Lage waren, den Block geschickt anzuschlagen. Immer wieder schlug es vor unseren Füßen ein.

Erstaunlich nach dem Verlust des dritten Satzes war, dass wir in der Lage waren, wieder gegenzuhalten. Mehr als das - wir waren erfolgreich, mit platzierten Aufschlägen die Geesthachter unter Druck zu setzen und uns so einen großen Vorsprung (20:10) zu erarbeiten. Selbst eine Annahmeschwäche, die Geesthacht wieder auf 16:20 heranbrachte, konnte uns in dieser Phase nicht schocken. Souverän wurde der Satz eingefahren.

Mit breiter Brust starteten wir auch in den Tiebreak - ein ganz enges Ding. Den Geesthachtern war zwar etwas Erschöpfung anzumerken, jedoch versuchten sie alles, das Spiel noch zu gewinnen. Allein - wir hatten ja Bernd. Und der spielte ungemein erfolgreich. Selbst die unmöglichsten Schläge wurden im gegnerischen Feld untergebracht, sei es als Lob oder durch die Arme des gegnerischen Blocks. Nach dem Seitenwechsel konnte Geesthacht nur noch einmal zum 8:8 ausgleichen, dann machten wir alles klar.

Nachdem auch die Cordi-Mannen ihre "Pflicht" gegen ETV und HTB erfüllt haben, kommt es am 11.12. zum Showdown im Klinikweg. Der Kampf um die Tabellenspitze ist neu entbrannt.

 

04.12.04 Berne VG WiWa (Pokal) 0:3 (-27, -25, -23)
Ohne Zuspieler waren wir in Berne zum Pokalspiel angetreten. Während Stefan seine Verletzungen auskurierte, war Björn schon mit der Vorbereitung seines Umzugs beschäftigt. Dennoch wollten wir keine Klatsche kassieren, sondern unser Bestes geben.

Soviel zur Theorie. In der Praxis stand dann Marcio auf der Zuspielposition und rechnete mit guten Annahmen, um unser Spiel gestalten zu können. Meist mussten wir ihn da nicht enttäuschen. Dennoch war es schwer, gegen den Berner Block durchzukommen. So lagen wir denn auch bald mit 15:21 zurück. Marcio war es dann, der uns mit einer Aufschlagserie wieder ins Spiel zurück brachte. Die Berner wurden nun hektisch und machten vermehrt Fehler. Trotzdem mussten wir insgesamt drei Satzbälle abwehren, bevor wir unsererseits die dritte Chance zum Satzgewinn nutzen konnten.

Im zweiten Satz lief es ähnlich - wieder war uns Berne bis auf sechs Punkte enteilt, bevor wir es schafften, die Hennen in Bedrängnis zu bringen. Dass uns die aufkommende Unruhe in den Berner Reihen zum Vorteil wurde, verwunderte da nicht mehr. Dieses Mal mussten wir dann nur einen Satzball abwehren und nutzten gleich den zweiten selbst. Im dritten Satz brannte dann nichts mehr an, nachdem es immer nur Ausgleich oder ein Punkt Vorsprung hieß, machten wir am Ende den einen entscheidenden Punkt.

 

11.12.04 HTBU VG WiWa 3:0 (22, 23, 28)
Geschenke in der (Vor-)Weihnachtszeit haben ja eine gewisse Tradition. Das schienen auch wir im Hinterkopf zu haben, als wir am dritten Adventssamstag im Klinikweg gegen HTBU antraten. Von Beginn an agierten wir fahrig und nicht als Team. Immer wieder brachten uns individuelle Fehler um die Chance, Druck auf Uhlenhorst ausüben zu können. Statt dessen liefen wir Rückständen hinterher.

Nach dem verlorenen ersten Satz schöpften wir gegen Ende des zweiten Durchgangs sogar Hoffnung, als uns durch ein paar gute Aufschläge und - tatsächlich - eine verbesserte Feldabwehr die Egalisierung des 15:20-Rückstands gelang. Leider war dann bei 23:22 für uns die Luft wieder raus, und drei vermeidbare Fehler im Angriff bedeuteten das 0:2.

Man konnte die Knie förmlich zittern sehen. Das Bewusstsein, jetzt die nächsten drei Sätze gewinnen zu müssen, wenn wir an diesem Tag noch die WiWa-Weihnachts-Fete genießen wollten, war zwar da - allein: Wir wussten nicht, wie wir's anstellen sollten. Wieder gerieten wir mit drei, vier Punkten in Rückstand, konnten aber durch einen kurzen Zwischenspurt (schlechte Annahme bei HTBU) selbst mit 18:14 in Führung gehen. Aber HTBU war an diesem Tag einfach stärker und kämpfte sich langsam wieder heran. Nach der Abwehr von vier (!) Satzbällen hatten die Uhlenhorster dann selbst Matchball, und während die ersten beiden noch nicht zum Erfolg führten, reichte beim dritten und letzten eine schwache WiWa-Annahme, ein zu flaches WiWa-Zuspiel und ein völlig verkorkster WiWa-Angriff, der ins weihnachtliche Off segelte, zum 3:0-Erfolg.

 

11.12.04 VG WiWa SC Concordia 3:0 (21, 16, 24)
Cordi hatte im zweiten Spiel des Tages (1:3 aus SCC-Sicht) selbst einsehen müssen, dass HTBU nicht zu bezwingen war. Vielleicht war es somit ein psychologischer Vorteil, dass wir eine längere Pause hatten, um unsere Niederlage zu verdauen. Jedenfalls brannten wir von Beginn an lichterloh und gleichzeitig ein Angriffsfeuerwerk ab, das Cordi sichtlich beeindruckte. Bei 20:13 schien der Satz schon gelaufen - und dann mussten wir doch noch einmal zittern, als Bernd Nöldemann uns mit seinen kurzen Aufschlägen gehörig unter Druck setzte. Hier brauchten wir zu lange, um uns aus dieser Situation zu befreien. Letztlich reichte es aber für uns zum ersten Satzgewinn des Tages.

Mit breiter Brust starteten wir in den zweiten Satz, waren den SCC-Herren in jedem Spielelement überlegen. Zusätzlich schien sich die im ersten Spiel "gesparte" Kraft, verbunden mit der Erholungspause bezahlt zu machen. Die Concordianer wirkten nicht mehr so fit, und selbst die Einwechslungen brachten nicht den nötigen Schwung ins SCC-Spiel. Zudem versuchten unsere Gegner, vor allem unseren starken Mittelangriff zu unterbinden. Das gelang zwar, aber nur auf Kosten vieler einfacher Punkte durch unsere Außenspieler, die sich vermehrt über eine Null-Block-Situation freuen durften. Aber auch in brenzligeren Situationen behielten wir einen kühlen Kopf. So konnten wir selbst im dritten Satz einen gegnerischen Satzball abwehren, um gleich im Anschluss unseren ersten Matchball zu erkämpfen und zu verwandeln.

So war denn die Stimmung auf der alljährlichen WiWa-Weihnachtsfeier gerettet, und wir hatten die Tabellenführung zum ersten Mal nach dem dritten Spieltag wieder erkämpft. Frohe Weihnachten!

 

15.01.05 VG WiWa Eimsbüttler TV 3:1 (14, 17, -14, 20)
(kein Spielbericht)

 

15.01.05 VG WiWa SV Altengamme 3:0 (15, 17, 18)

Zweiundfünfzig Minuten Gesamtspieldauer... Was soll man da noch hinzufügen?

 

22.01.05 VG WiWa SC Concordia 3:1 (11, -23, 19, 25)
Ein packendes Match. Nachdem Cordi im ersten Satz förmlich überrannt wurde, fingen sich die Senioren wieder und konnten den zweiten Durchgang für sich entscheiden. Nach dem Gewinn des dritten Satzes wurde es im vierten noch einmal richtig eng, als Cordi kurz vor Schluss schon mit 23:18 Punkten führte. Da bekam Arne (noch angeschlagen nach seinem Fingerbruch) die Chance und machte die entscheidenden Punkte in der Aufholjagd. Sieg gegen den ärgsten Verfolger!

 

22.01.05 VG WiWa VfL Geesthacht 3:0 (13, 22, 16)
Geesthacht brachte gegen uns keinen Fuß auf den Boden. In keinem Satz hatten sie eine Chance auf den Satzgewinn. Die größte Energieleistung war da noch die Diskussion mit dem Schiedsgericht um eine strittige Entscheidung... Nach diesem Sieg und der anschließenden Niederlage Concordias gegen Geesthacht sind wir nun mit sechs Punkten Vorsprung vier Spiele vor Ende der Saison Tabellenführer!

 

06.02.05 VG WiWa SV Friedrichsgabe (Pokal) 3:0 (23, 19, 21)

Friedrichsgabe 2 (Tabellenführer in der Bezirksliga) war hoch motiviert, uns zumindest den ein oder anderen Satz abzuknüpfen. Doch obwohl wir nicht gerade mit der stärksten Truppe angetreten waren, reichte es zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg. Klar, dass zwischenzeitlich die Spannung bei uns nachließ - dennoch vermochten wir, in den entscheidenden Momenten wieder aufzudrehen und das Blatt in unsere Richtung zu wenden.

 

06.02.05 VG WiWa VG Elmshorn (Pokal) 1:3 (15, -23, -25, -17)
Elmshorn war mit einer Mischung aus ihrer Verbands- und Regionalliga-Mannschaft angetreten. Beeindruckend war beim Einspielen aber eher Christian Proske (OSV), der scheinbar nicht ausgelastet war vom Bundesliga-Spiel am Vortag und den Eindruck machte, gleich ins Geschehen eingreifen zu wollen. Wir gingen umso motivierter ins Spiel und konnten gleich zu Beginn klar machen, dass wir gewillt waren, ins Pokalfinale einzuziehen.

Leider lief der erste Satz dann so gut, dass wir leicht überheblich wurden. Irgendwie schien es nur noch um die Höhe unseres Sieges zu gehen, und dabei merkten wir gar nicht, wie Elmshorn allmählich stärker wurde. So ging denn der zweite Satz an die VGE. Zwar drehten wir danach wieder auf und konnten uns im dritten Durchgang bis auf 19:12 absetzen, auf einmal schien aber die Luft raus zu sein: Es mehrten sich die Eigenfehler, insbesondere in der Annahme. Als dann auch unsere sichersten Angreifer den Ball nicht mehr in der gegnerischen Feldhälfte unterbrachten, wurde es immer enger. Bei 23:23 schaffte Elmshorn den erstmaligen Ausgleich. Dann hatten wir zweimal Pech, als sich nach einer guten Feldabwehr Stefan und Stephan bei dem Versuch behinderten, den Ball aus 10m noch über das Netz zu befördern und als das ansonsten gut pfeifende Schiri-Gespann einen klaren Netzfehler des Elmshorner Angreifers Wolf Kindervater übersah. Und schon sahen wir uns mit einem Satzball konfrontiert. Leider reichte die Energie nur noch dazu, diesen - nicht aber, den nächsten Satzball abzuwehren. Und auch im vierten Satz war unserem Team anzumerken, dass wir an diesem Wochenende aufgrund von Krankheit uns Verletzung keine Alternativen mehr aufbieten konnten.

Elmshorn gewann letztlich verdient, da sie konstanter spielten, und insbesondere in den Sätzen zwei bis vier über eine hervorragende Abwehr verfügten. Bei uns heißt es jetzt Wunden lecken und kommende Woche gegen Berne wieder voll angreifen.

 

12.02.05 TUS Berne VG WiWa 0:3 (kampflos)

Nach dem schweren Spiel von Berne gegen HTBU verletzten sich auch noch zwei Berner Akteure unglücklich beim Einspielen. Das erleichterte uns doch etwas den Nachmittag - waren wir doch damit aufgestiegen.

 

12.02.05 HTBU VG WiWa 3:2 (-11, -25, 19, 22, 11)
Nachdem der Aufstieg klar war, konnten wir locker und befreit aufspielen. Das klappte zumindest im ersten Satz hervorragend. Doch schon im zweiten Durchgang waren erste Schwächen in der Konzentration zu spüren, und HTBU fand besser ins Spiel. Der Satzverlust konnte jedoch noch verhindert werden durch Christophs gute Wechsel.

Mit einer 2:0-Führung im Rücken stellte der Coach im dritten Satz die Mannschaft um und schickte Björn, Steven, Marcio und Jens aufs Feld. Allerdings brachte das mehr Probleme mit sich als erhofft - die Abstimmung war eine Katastrophe. Besonders Zuspieler und Angreifer schienen nicht zueinander zu finden... Mehr und mehr ruderte der Coach daraufhin zurück und nahm die etablierten Kräfte wieder aufs Feld. Allerdings half auch das nicht: HTBU war jetzt erst recht heiß auf den Sieg, der sie ein ganzes Stück näher an den Klassenerhalt bringen sollte. Und so ließen sie es sich auch den Tiebreak nicht nehmen.

Wir brauchten zwar nach dieser blöden Niederlage ein bisschen länger, um in Schwung zu kommen, aber es war ja auch noch ein Stückchen zu fahren bis nach Glinde, wo Arne bereits Schnaps und Knoblauch bereithielt.

 

26.02.05 Harburger TB VG WiWa 2:3 (-17, 19, -20, 19, -11)
Wieder einmal die letzten Spiele in der Verbandsliga. Zumindest vom Papier her spielten wir gegen den Vorletzten und Drittletzten. Die Liga war jedoch dieses Jahr so ausgeglichen, dass das auch nicht soviel zu sagen hatte. Und schließlich hatten wir ja unsere erste Saisonniederlage gegen Harburg kassiert...  Das war Ansporn genug.

Harburg war leichter auszurechnen als an den anderen Spieltagen. Schließlich hatten sie Jan Biermann wieder auf dem Parkett, der zwar nach wie vor über seine alte Schlaghärte verfügte, jedoch mangelte es ihm nach der überstandenen Sprunggelenks-OP noch an Sprunghöhe. Ein ums andere Mal waren wir daher im Block erfolgreich. Und über die Mitte lief ohnehin nichts bei den Harburgern. So fuhren wir den ersten Satz nach Hause. Leider erwischten wir dann Mitte des zweiten Satzes bei 17:15 ein Loch. Harburg konnte vor allem durch Blocks und eine gute Abwehrleistung punkten. Weder unser Angriff noch unser Block sahen in dieser Phase sehr rühmlich aus. Der Satz ging verdient an Harburg. Vielleicht wäre es auch im dritten Durchgang eng geworden, doch letztlich hatten wir bei den nun folgenden Aufschlagserien das glücklichere Händchen. Auch Stephan hatte in diesem Satz noch einmal neue Impulse über die Diagonalposition gebracht.

Der vierte Satz ging an Harburg - irgendwie reichte die Konzentration nicht für einen doppelten Satzgewinn in Folge. So entschied der Tiebreak über unseren Sieg. Voraussichtlich muss Harburg jetzt Ende April in der Relegation noch einmal ran.

 

26.02.05 VG Elmshorn VG WiWa 1:3 (-25, 20, -23, -22)
Elmshorn stand bereits vor dem Spieltag als Absteiger fest, daran änderten auch Harburgs zwei Niederlagen nichts. Dennoch hielten die Schleswig-Holsteiner tapfer gegen unsere Angriffsbemühungen, und der erste Satz schien für uns schon verloren, als wir bei 21:24 die nächsten vier Punkte erzielen konnten. Unseren ersten Satzball verwandelten wir dann ...

Elmshorn war nicht geschockt, tapfer wurde um jeden Ball gefightet. Das zahlte sich im zweiten Satz aus. Auch wenn wir an diesem Tag keineswegs souverän agieren konnten, fuhren wir schließlich auch den zwanzigsten Saisonsieg ein, verabschiedeten Elmshorn in die Landes-, uns in die Regionalliga und alle in die Sommerpause.

 

letzte Änderung am 03.03.2005


© Michael Friedrich (Hamburg-Barmbek)
mail@mifrie.de