Spielberichte WiWa Volleyball 2003/04

mifrie.de -> volley -> 03/04 -> spielberichte

Schnellfinder

Concordia 1 2 3
Eimsbüttler TV 1 2 3
Friedrichsgabe 1 2 3
Harburger TB 1 2 3
NAL 1 2 3
Oststeinbeker SV 1 2 3
Tura Harksheide 1 2 3
TuS Berne 1 2 3

Spielberichte

14.09.03 VG WiWa Harburger TB 3:1 (21, -15, 18, 19)
Der Saisonauftakt gegen Harburg verlief (fast) nach Maß: Es dauerte zwar ein paar Punkte, bis wir die russische Spielkultur der Gegner wieder intus hatten, nachdem wir aber die beiden starken Außenangreifer einmal gestoppt hatten, war der Rest nicht mehr so problematisch. Zumindest reichte es zum ersten Satzgewinn, worauf unser Spielniveau allerdings etwas in den Keller fiel. Folgerichtig konnte Harburg den zweiten Satz entscheiden. Die Rückbesinnung auf unsere ureigensten Tugenden - gute Annahme und schnelles Spiel - verhalf uns zu einem sicheren 3:1-Sieg.

14.09.03 VG WiWa Oststeinbeker SV 2:3 (23, 23, -16, -22, -12)
Gegen den Aufsteiger aus Oststeinbek waren wir auf dem Papier zwar favorisiert, allerdings wussten wir um die prominenten Neuzugänge aus der ersten Mannschaft (2. Bundesliga) und deren Stärke. Die mussten wir allzu oft bemerken, wenn uns wieder einmal die Bälle der beiden Mittelblocker um die Ohren flogen. Dennoch schafften wir es in den Sätzen eins und zwei stets, den Vorsprung der Oststeinbeker zu egalisieren und im richtigen Moment - kurz vor Ende des Satzes - in Führung zu gehen.
Diese Taktik konnten wir im dritten Satz leider nicht noch einmal anwenden. Zum einen lag es daran, dass OSV den Druck erhöhte, zum anderen an unserer bescheidenen Annahmeleistung, die den Rückstand auf mehr als ein erträgliches Maß ansteigen ließ. Ohne großes Lamentieren gaben wir den Durchgang ab. Doch im vierten Satz schien wieder zu funktionieren, was uns in den ersten beiden so geholfen hatte: Ein kurzer Zwischenspurt mit guten Aufschlägen von Steven - und schon lagen wir 20:17 in Front. Pech hatten wir in dieser Phase, als ein Fehler beim Aufschlag des gegnerischen Zuspielers nicht vom Schiri geahndet wurde. Anschließend hatten wir jedoch noch ausreichend Chancen, um den Satz und damit das Spiel für uns zu entscheiden. Allein - es reichte nicht. So blieb nur, die Entscheidung im Tiebreak zu erzwingen. Das misslang.

20.09.03 SC Concordia VG WiWa 3:2 (-14, 18, -16, 13, 7)
Nein, das war kein Wetter zum Volleyball-in-der-Halle-spielen. Dazu meinte es die Sonne viel zu gut. Und das machte sich nicht nur bei den gut und gerne 30 miefigen Grad Celsius in der Halle bemerkbar, auch die Lux-Zahl war deutlich erhöht - besonders in einer Hallenhälfte. Somit war die Seitenwahl ein wichtiges Kriterium. Und tatsächlich konnte kein Team in den ersten vier Sätzen "gegen die Sonne" gewinnen. Im Gegenteil, die Satzergebnisse fielen sehr deutlich aus. Nun wäre vielleicht zu erwarten gewesen, dass die Concordianer - mit schon vier Sätzen gegen Friedrichsgabe in den Knochen - eher k.o. hätten sein müssen. Waren sie aber nicht. Stattdessen pfiffen wir scheinbar auf dem letzten Loch, schweißtriefend. Im Tiebreak brach dann die Moral bei uns komplett zusammen. Nachdem wir auf der "guten Seite" nur den Ausgleich der Cordi-Führung zum 7:7 herstellen konnten, gelang uns kein einziger Punkt mehr. Die SCC-Mannen machten mehr aus ihren Möglichkeiten und gewannen letztlich verdient.

 

20.09.03 SV Friedrichsgabe VG WiWa 3:0 (17, 22, 20)
Noch unter dem Eindruck, sich gegen Concordia besonders dämlich angestellt zu haben, konnten wir scheinbar das Geschehene vor dem nächsten Spiel nicht schnell genug verarbeiten. Anders ist diese Niederlage - und erst recht die Höhe - kaum zu erklären. Ich für mein Teil wandelte wie benebelt übers Feld, wahrscheinlich hatte auch der Rest der Mannschaft mehr mit sich selbst als mit dem Gegner zu kämpfen. Nachdem der erste Satz völlig in die Grütze gegangen war, tauschte Christoph Björn wieder gegen Stefan aus. Doch auch das half nicht wirklich. Den Rest kann ich ob des oben beschriebenen Umnachtungszustands schwer wiedergeben. Irgendwann war das Spiel vorbei, und ich fühlte mich einfach nur leer. Interessant dürfte es allerdings werden, wie wir am kommenden Wochenende mit noch dünnerer Personaldecke bestehen wollen.

 

27.09.03 Tura Harksheide VG WiWa 0:3
Für Tura hat's gereicht. Ich war leider nicht dabei, daher kein Spielbericht.

 

27.09.03 VG WiWa TuS Berne  1:3
Berne war wohl vor allem im Block sehr stark...

 

01.11.03 VC NAL VG WiWa 3:0
Vielleicht hätten wir auch von den nächsten fünfundzwanzig Sätzen gegen NAL keinen einzigen gewonnen. Aber hätten wir sie im ersten Durchgang geschlagen, wäre es in jedem Fall ein offeneres Spiel geworden.

Im Prinzip ging das Ergebnis jedoch völlig in Ordnung. Auch im ersten Satz hatten wir nur Chancen und Satzbälle, weil NAL zum Ende hin Fehler machte, was vorher einzig und allein unser Job zu sein schien. Mit einer Portion Unvermögen, aber auch Pech wurde die Gerechtigkeit wiederhergestellt. Satz zwei und drei waren eine klare Angelegenheit.

 

01.11.03 Eimsbüttler TV VG WiWa 2:3 (26, 26, -27, -20, -8)
Noch immer war die Unsicherheit in unseren Reihen zu spüren. Dass Björn zum ersten Mal seit (zwei?) Jahren wieder als Steller aktiv war, erklärte aber nur einen Teil unserer Probleme. Auch Eimsbüttel schien sich dessen bewusst zu sein, dass hier zwei Konkurrenten im Abstiegskampf aufeinander trafen. Der Ausgang der Sätze eins bis drei spricht eine deutliche Sprache darüber, wie hier um jeden Punkt gefightet wurde. Nachdem wir zweimal (26:28) zu spät aufgewacht waren, mussten wir auch im dritten Satz erst einen Matchball abwehren, um an unsere ersten Satzbälle überhaupt zu gelangen. Beinahe wäre das überhaupt nicht mehr nötig gewesen, nachdem Christoph versucht hatte, seinem Namensvetter nachzueifern, der Anno 1992 gegen Leeds United doch tatsächlich... Aber das gehört nicht hierher.

Nach dem gewonnenen dritten Durchgang lief das Spiel deutlich leichter. Eimsbüttel schien zu resignieren, auch wenn sie unsere 4:0-Führung im vierten Satz noch einmal umdrehen konnten. Danach gab es jedoch kein Halten mehr für WiWa. Auch im Tiebreak bekam ETV nur in der ersten Hälfte noch einen Fuß auf den Boden, anschließend spielten nur wir. Endlich! Einen 0:2-Rückstand umgedreht, auch die knappen Satzverluste zu Beginn des Spiels weggesteckt und am Ende triumphiert. So kann es weitergehen.

 

08.11.03 VG WiWa VC NAL 2:3 (-18, 20, 23, -14, -14)
Das war ein Knaller. Nachdem wir in der Vorwoche nicht den Hauch einer Chance gegen NAL hatten, zeigten wir uns in diesem Spiel zwar ohne Trainer, aber dennoch hoch motiviert. Auch wenn uns ab und zu längere Aufschlagserien der Norderstedter aus dem Konzept brachten, konnten wir stets ins Spiel zurückfinden und endlich auch wieder unsere Angriffe druckvoll durchbringen. Das machte Eindruck. Im zweiten und dritten Satz reichte uns immer mal wieder ein Punkt bei eigenem Aufschlag, um den notwendigen Vorsprung zum Satzgewinn herauszuspielen. Grundlage war allerdings unser gutes K1-Spiel, mit Marcio als Libero klappte das ganz hervorragend, und auch unser Außenangriff begriff das Volleyballspiel wieder.

Leider schenkten wir dann den vierten Satz sehr schnell weg, nach nur einer einzigen Rotation war Ende. Schuld waren Abstimmungsprobleme in der Annahme und ein gutes Service der Norderstedter. Das machte uns aber dennoch keine Angst - im Tiebreak waren wir wieder voll im Spiel. Und hätten wir eine der beiden Chancen zum 14:12 oder 14:13 genutzt, wir hätten das Spiel auch eingefahren, da bin ich mir sicher. 

 

08.11.03 VG WiWa Eimsbüttler TV 3:0 (19, 25, 20)
Zuletzt war die Frustration nach verlorenen Tiebreak-Spielen doch immer etwas in die Höhe geschossen. Im Gefühl dessen, eine gute Leistung abgeliefert zu haben, war es uns jedoch viel wichtiger, mit einem "jetzt erst recht"-Kraftakt das Spiel gegen Eimsbüttel zu gewinnen. Dass es uns damit ernst war, erkannten die ETV-Spieler im ersten Satz zu spät, als wir ihren (kleinen) Vorsprung schon pulverisiert hatten. Am Ende passierten zwar noch ein paar unnötige Fehler, aber der Satzgewinn war gebucht.

Der zweite Satz verlief zunächst ausgeglichen, jede Mannschaft konnte mal einen kleinen Vorsprung für sich verbuchen. Nach einer 17:16-Führung für uns hätte es locker flockig weitergehen könne, dann machte ETV allerdings sechs Punkte in Folge. Arne kam für Micha als Stütze im Angriff, da sah es dann schon wieder besser aus. Nach dem Rückwechsel zum Aufschlag (21:23) konnte Micha mit drei direkten Punkten die Verlängerung erzwingen. Das reichte letztlich zum 27:25.

Der dritte Satz wäre wohl auch nach der alten Zählweise (man erinnert sich...) schnell vorbei gewesen. Jeder Aufschlagspieler konnte mindestens einen Punkt bei eigenem Service für sich verbuchen, in der Endabrechnung stand aber der Satzgewinn für WiWa. Und nur der zählte!

 

23.11.03 TuS Berne VG WiWa 1:3 (-26, -16, 19, -23)
Die Berner Hennen waren zu diesem Spieltag nur in Notbesetzung angetreten. Zwar hatte man einen etatmäßigen Steller dabei, aber dieser schien seine besten Tage auch schon weit hinter sich gelassen zu haben. Dennoch leisteten wir uns einen Fehlstart, agierten nervös und fahrig. Selbst wenn die Annahme sehr gut stand, brauchten wir - vor allem über die Außenpositionen - zu viele Versuche, den Ball auf den Boden zu bringen. So führte Berne bald mit fünf Punkten. Erst eine kombinierte Aufschlagserie von Lars und Björn zum 16:16 brachte uns wieder heran. Danach verlief der Satz ausgeglichen, Berne verpasste seine einzige Chance zum Satzgewinn, während wir den dritten Satzball verwerten konnten.

Das verunsicherte die Berner spürbar. Im zweiten Satz reichte es meist, die Aufschläge auf einen der beiden Mittelblocker zu servieren, den Rest erledigte die folgende schlechte Annahme oder auch zunehmend häufiger unser Block. Einige Leger konnte unserer Libero Stephan grandios vom Boden kratzen, so dass man den Gegnern ihre Kopfschmerzen schon ansehen konnte. Aber Berne hatte sein Pulver noch nicht verschossen: Besonders die platzierten Aufschläge von Bernes bestem Angreifer Martin Kracke stellten uns vor Probleme. So mussten wir tatenlos mit ansehen, wie der dritte Durchgang verloren ging. Im vierten Satz entwickelte sich wieder ein enges Spiel, in dem Berne leichte Vorteile hatte. Gerade in der Mitte des Satzes gelang es uns jedoch, immer ein Pünktchen nachzulegen, sodass wir zum 17:17 ausgleichen konnten. Eine kurze Schwächephase warf uns zwar noch einmal auf 17:19 zurück, jedoch war der Anschluss schnell wiederhergestellt. Den ersten Matchball nutzten wir dann in unnachahmlicher Manier: Einen abgewehrten Ball traf Stevie nur halbsauber, dieser fiel wie ein Stein vor einem Berner Abwehrspieler auf den Boden. Schluss aus Sieg. Mund abputzen, weiter im Text.

 

23.11.03 VG WiWa Tura Harksheide 3:0 (11, 16, 12)
Tura Harksheide hatte im zweiten Spiel des Tages ("Das Wunder von Berne") das Kunststück hinbekommen und nach großem Kampf seinen ersten Sieg gelandet. Nun gab es zwei denkbare Szenarien: Entweder wären die Jungs (?) so motiviert, dass sie uns mit geballter Abwehrmacht völlig an die Wand klatschten oder so kaputt, dass es ein Leichtes für uns wäre zu gewinnen. Der zweite Fall trat ein. Mitschuld war sicher der 8:0-Auftakt, aber auch die Tatsache, dass wir dem Gegner wirklich in allen Belangen haushoch überlegen waren. Ich weiß nicht, ob sich das irgendwann in den letzten Jahren einmal über unser Spiel sagen ließ, zumindest kann ich mich nicht ohne fremde Hilfe daran erinnern.

Das Ergebnis nach nur 48 Minuten Spielzeit spricht für sich - auch in den Sätzen zwei und drei gelang es Tura nur in einigen Momenten, dagegenzuhalten. Zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag finden wir uns daher nicht auf den Abstiegsrängen der Tabelle wieder. Ein schönes Gefühl.

 

29.11.03 VG WiWa SV Friedrichsgabe 3:1 (22, -21, 23, 17)
Kurz vor dem ersten Advent kam es in heimischer Halle zum Showdown der "Mittelfeld-Teams" der Verbandsliga. Die Gewinner würden als viertplatzierte Mannschaft in die Weihnachtspause gehen.

Früh konnten wir uns im ersten Satz gegen SVF absetzen, jedoch kam mit dem Diagonalwechsel (Stefan - Torben, Lars- Björn) etwas Unruhe aufs Spielfeld, und unser Sieben-Punkte-Vorsprung schrumpfte zusammen. Gut, dass wir am Ende die Nerven behielten. Im zweiten Satz zeigten beide Teams zunächst Schwächen in der K1-Situation, was sich in kleinen Punkteserien ausdrückte. Als Sieger aus diesem Wechselspiel ging Friedrichsgabe hervor, auch im weiteren Verlauf konnten wir keine Akzente mehr setzen. Da passte es, dass auch einfachere Abwehrbälle bei uns ins Feld fielen. Zum Glück konnten wir diesen Trend schnell umkehren und zumindest wieder ein ausgeglichenes Spiel erzwingen. Und auch zum Ende des dritten Satzes verließ uns dieses nicht, gleich den ersten Satzball konnten wir verwandeln. Danach war das Spiel fast gelaufen, immer häufiger funktionierten auch die unmöglichsten Bälle. Und spätestens, als eine Abwehr von Micha direkt an die Netzkante schoss, und von dort ins gegnerische Feld tropfte, gaben die Friedrichsgaber die Gegenwehr auf, deutlich gewannen wir den vierten Satz.

 

29.11.03 VG WiWa SC Concordia 3:0 (20, 22, 22)
Cordi war sichtlich beeindruckt von unserem eher klaren Sieg gegen Friedrichsgabe, hatte aber auch einige Ausfälle zu verkraften. Unser schnelles Spiel durch die Mitte klappte hervorragend, nicht zuletzt durch eine starke Leistung unseres Liberos Stephan, der auch in der Abwehr wieder ein paar "unmögliche" Dinger locker einsammelte. Die Außenangreifer sahen sich häufig nur einem Einerblock gegenüber, was die Sache erheblich erleichterte. Uns als wir Cordis stärksten Angreifer Sven Jorissen ein paar Mal in Folge geblockt hatten, war nur noch wenig übrig, was uns der SCC entgegensetzen konnte. Mex versuchte es zwar noch einige Male mit zweiten Bällen, doch in der Mehrzahl war das leichte Beute für Block oder Feldabwehr. Auch wenn es im dritten und letzten Satz nach 21:15-Führung noch einmal knapp wurde, blieb es beim ungefährdeten 3:0-Sieg.

 

10.01.04 Oststeinbeker SV VG WiWa 1:3 (16, -19, -16, -22)
Spitzenspiel (zumindest aus unserer Sicht, immerhin ging's ja gegen den Tabellenführer) gleich zu Beginn des neuen Jahres. Nachdem Oststeinbek sich bereits über fünf Sätze gegen Harburg gequält hatte, waren die Jungs eingespielt genug, um die anfängliche Unordnung in unseren Reihen auszunutzen. Zudem stand die Annahme noch nicht, das kostete uns den ersten Satz. Danach lief es zusehends besser, fast jeder Aufschlagspieler konnte Punkte für sich verbuchen, während Micha im Angriff auf einmal alles gelang. Immer wieder wurden die Oststeinbeker Blockspieler angeschlagen oder anders die Feldabwehr überwunden. Mit einer beeindruckenden Konstanz fuhren wir das Match nach Hause, erst bei 22:14 im vierten Satz ließen wir die Zügel noch einmal schleifen. Zu diesem Zeitpunkt glaubte aber auch Oststeinbek nicht mehr an den Sieg.

10.01.04 Harburger TB VG WiWa 0:3 (-17, -15, -20)
Angespornt durch die Leistung des deutschen Frauen-Nationalteams, das die Türkei im Endspiel um die Olympia-Quali mit 3:0 (22, 16, 7) bezwungen hatte, fuhren wir einen glatten Sieg ein. Zwar war nicht alles Gold, was wir spielten, aber zwei starke Aufschlagserien, verbunden mit einer starken Blockleistung reichten für den deutlichen Gewinn des ersten Satzes. Während der zweite Satz so unspektakulär verlief, dass sich einige Spieler über das schon erreichte Ende wunderten, gerieten wir im dritten Durchgang noch einmal richtig in die Bredouille. Bei 19:14 gegen uns musste man sich auf einen vierten Satz einstellen, und auch wenn uns eine kurzfristige Aufholjagd uns noch einmal mit 21:20 nach vorn brachte, sah es bei 22:24 verdammt eng aus. Gut dass alle die Nerven behielten - bis auf Harburg, aber die Jungs hatten scheinbar zu keiner Sekunde an einen positiven Ausgang ihres Matches geglaubt.

17.01.04 SC Concordia VG WiWa 2:3 (23, 21, -18, -18, -10)
Cordi war durch unseren letzten Sieg gewarnt. Und auch wenn ihnen der stärkste Angreifer fehlte, wurde uns das Leben nicht leicht gemacht. Allerdings agierten wir auch sehr fahrig und unkonzentriert, daher sahen wir uns völlig zurecht mit einem 0:2-Satzrückstand konfrontiert. Da half nur noch Zähne zusammenbeißen und durch. Durch gute Blocks spielten wir uns im dritten Satz schnell einen 12:3-Vorsprung heraus, den wir halten konnten. Ein erstes Achtungszeichen. Danach war die Luft beim SCC wohl raus. Obwohl von Zusammenbruch keine Rede sein konnte, reichte es nicht mehr, um unseren Sieg zu gefährden.

17.01.04 VG WiWa Eimsbüttler TV 2:3 (20, -24, -20, 20, -12)
Verlieren gegen ETV macht keinen Spaß. Und eine Niederlage nur gegen einen Spieler zu kassieren noch viel weniger. Dieser war Andy Gloy und das Spiel von ETV war damit sehr ausrechenbar. Dass es uns dennoch nicht gelang, wäre eigentlich ein Grund, die Knieschoner an den Nagel zu hängen, aber das wäre denn doch zu einfach.

Im ersten Satz boten wir eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Cordi-Spiel, aber auch ETV trat stärker auf als gerade zuvor. Um so unerklärlicher ist denn auch der Verlust des zweiten Satzes nach einer komfortablen 14:7-Führung! Hier trat ein Schlendrian zu Tage, wie man ihn schöner kaum gesehen hat. Dass wir den dritten und vierten Satz gewinnen konnten, spricht vor allem gegen die Qualität des ETV-Spiels. Wir waren zu diesem Zeitpunkt sicher nicht an der Grenze unseres Leistungsvermögens. Leider reichte dann im Tiebreak die Puste bei uns nicht mehr, um einen 4:9-Rückstand aufzuholen. An irgend einer Ecke fehlte immer das Glück oder die Hand unter dem Ball, um den Punkt zu gewinnen. So blieb es nach fünfzehn Sätzen Spieltag (auch SCC - ETV endete 3:2) für alle beim alten, sowohl im Satz- als auch im Punktverhältnis. Nur OSV profitierte und liegt jetzt mit zehn Punkten uneinholbar an der Spitze der Verbandsliga.

31.01.04 SV Friedrichgabe VG WiWa 3:1 (-26, 19, 16, 22)
Eigentlich hätten wir eine klare Dreisatzniederlage verdient gehabt. Lediglich einer kurzen Schwächeperiode von Friedrichsgabe im ersten Satz war es zu verdanken, dass wir nur mit 1:3 nach Hause geschickt wurden. Zwar waren anfangs auch einige gute Abwehraktionen zu erkennen, das ließ in der Folge aber sehr stark nach - und fügte sich damit nahtlos an die schwache Blockleistung an. Zusammen mit der für unsere Verhältnisse grottenschlechten Annahme ergab sich ein rundes Bild, das auch Zuspiel und Angriff einschloss. Als typisch für dieses Spiel war unsere Devise vor Beginn des vierten Satzes "gleich von Anfang an gegenhalten" zu sehen: Bei 0:4 mussten wir den Vorsatz als gescheitert erkennen. Gegen Ende war dann auch mit taktischen Finessen nichts mehr zu machen. Friedrichsgabe war einfach stärker.

31.01.04 VC NAL VG WiWa 0:3 (-20, -24, -15)
Im Spiel gegen VC NAL waren wir zwar nicht wesentlich besser drauf als gegen Friedrichsgabe, aber die Norderstedter sind nach dem Verlust von vier Leistungsträgern (Regionalliga) einfach nicht mehr in der Lage, auf dem zu Beginn der Saison gezeigten Niveau zu spielen. So gewannen wir verhältnismäßig einfach und deutlich. Im zweiten Satz konnte die einzige knifflige Situation des Spiels bei 22:24 abgewendet werden, als im richtigen Moment sowohl Annahme als auch Zuspiel funktionierten und Micha ein paar gute Bälle im Abschluss erwischte. Das zog VC NAL den Zahn, der dritte Satz diente nur noch zum Schaulaufen

 

14.02.04 VG WiWa Oststeinbeker SV 3:2 (20, -26, -17, 21, 14)
Vorbericht: Vor dem dritten Spiel gegen OSV führen die Aufsteiger die Verbandsliga-Tabelle so gut wie uneinholbar an. Schon am kommenden Wochenende kann der erneute Aufstieg klargemacht werden - auch bei einer Niederlage gegen uns. Dennoch werden wir alles daran setzen, unsere Leistung aus dem Pokal (3:1 gegen Berne) auch im Ligaspiel wieder zu bringen und OSV damit zum zweiten Mal zu schlagen. Nachdem das Team zuletzt zwei bittere Niederlagen gegen Berne und ETV einstecken musste, ist der Ausgang des Spiels völlig offen.

SIEG! In einem emotional geführten, Kampfbetonten Spitzenspiel der Verbandsliga Hamburg gewann die VG WiWa Hamburg letztlich knapp mit 16:14 im Tiebreak gegen den designierten Regionalliga-Aufsteiger aus Oststeinbek. Besonders im ersten Satz lief die WiWa-Maschinerie auf Hochtouren, die starken Aufschläge von Martin brachten die Oststeinbeker immer wieder in Schwierigkeiten, so dass die WiWa-Abwehr ein ums andere Mal erfolgreich war. Nach dem 22:13 ließen wir die Zügel zwar etwas schleifen, fuhren den Satz aber souverän ein. Auch der Start in den zweiten Durchgang ließ hoffen. Dann verletzten sich aber kurz nacheinander Micha (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Jan (Kapselzerrung im Daumengelenk), beide mussten vom Feld. WiWa schwankte, aber fiel nicht. Lange konnte der Satz ausgeglichen gehalten werden. Den vierten Satzball nutzte schließlich OSV.

Bereits vor Ende des zweiten Satzes war Micha für den schon vor dem Spiel angeschlagenen Stephan aufs Feld zurückgekehrt, das brachte jedoch keine Trendwende - Oststeinbek dominierte den dritten Satz und gewann deutlich. Danach kehrten die Emotionen massiv aufs Spielfeld zurück, immer häufiger ließ es Martin im Block richtig krachen, während das gegnerische Spiel durch die Mitte schon durch ein gutes Service unterbunden wurde. Die Halle verwandelte sich in einen Hexenkessel, nachdem Oststeinbek in die WiWa-Schlachtgesänge eingestimmt hatte. Das machte sich nicht bezahlt. Getragen vom Jubel der Fans retteten sich die WiWa-Jungs in den Tiebreak, um hier erst einmal eine Verschnaufpause einzulegen. Doch schon beim Seitenwechsel war die Führung da, die anschließend nur noch einmal abgegeben wurde. Selbst der Versuch Torbens, sich gegen den Sieg zu wehren, indem er sich noch in die Flugbahn eines ins Aus segelnden Angriffs der Oststeinbeker warf, wurde letztlich nicht belohnt. So mussten sich letztere mit dem Jubel über den Aufstieg noch ein Spiel gedulden, feierten anschließend dafür umso mehr.

14.02.04 VG WiWa Tura Harksheide 3:0 (24, 18, 19)
Es war keine Glanznummer, die wir da gegen den Tabellenletzten und designierten Absteiger ablieferten - aber das hatte auch niemand erwartet. Besonders im ersten Satz war doch ziemlich viel Krampf in unserem eigenen Spiel. Unterm Strich zählten aber nur der Sieg und die 3:0 Sätze für die Tabelle.

28.02.03 Harburger TB VG WiWa  2:3 (21, -20, 23, -20, 8)
Die Saison fing mit einem Spiel gegen Harburg an - und auch am letzten Spieltag waren die Süder-Elben unsere Gegner. Allerdings war unsere Leitung nicht oskarreif. Besonders die niedrige Deckenhöhe in der "Alten Forst" ließ so manche gut gemeinte Annahme zum Fehler werden. Die Stimmung war jedoch auch nach dem ersten Satzverlust ungebrochen. Und als die beiden gegnerischen Außen erst einmal gestoppt waren, wurde das Siegen fast zum Kinderspiel. Fast - immerhin vergeigten wir auch den dritten Satz, hatten anschließend jedoch das glücklichere Händchen. 
28.02.03 VG WiWa Tus Berne 2:3 (14, -20, 21, -24, 6)
Das 2:3 tat weh. Nachdem Berne im ersten Satz zu deutlich untergegangen war, packte Monsieur Kracke den Aufschlaghammer aus. Gepaart mit der Deckenhöhe (siehe oben) ein probates Mittel. Zwar konnte auch Jan zum Ende des zweiten Satzes noch vier Servicepunkte verbuchen, aber nach einem 13:23 focht das die Hennen nicht  mehr an. Dritter und vierter Satz liefen dann wieder besser, auch wenn der Berner Hauptangreifer erneut die Keule heraustat. (Sieben Asse und Servicewinner!) Dass wir anschließend überhaupt noch heran- und an den Bernern vorbeikamen grenzte schon an ein Wunder. Die vergebenen zwei Matchbälle an Blödheit. Im entscheidenden Moment waren wir einfach nicht abgezockt genug, nur so ließ sich der Satzverlust erklären. Im Tiebreak stak die Enttäuschung zu tief, letztes Aufbäumen wollte auch nicht mehr gelingen. Dennoch beenden wir die Saison als Zweitplatzierter - wahrlich kein Glanzstück. (Lieber wären wir ebenso glanzlos aufgestiegen...)
 
letzte Änderung am 06.01.2007

© Michael Friedrich (Escheburg)

Statistik