Google ändert AdWords Qualitätsfaktor

Google hat am vergangenen Donnerstag Änderungen in seinem Anzeigensystem Google AdWords angekündigt.

Die gravierendsten Neuigkeiten:

  1. Der Google Qualitätsfaktor für jedes Keyword wird zukünftig dynamisch bei jeder Suchanfrage berechnet und bezieht dabei Kriterien wie den Ort des Suchenden mit ein.
  2. Den Status „Inaktiv für Suche“ wird es in Zukunft nicht mehr geben.
  3. Statt des Mindestgebots (Minimum Bid) wird es ein „First Page Bid“ geben, also ein Gebot, welches notwendig ist, um mit seiner Textanzeige auf die erste Ergebnisseite der Google Ergebnisseite zu kommen.

Der Qualitätsfaktor erfährt damit die größten Änderungen seit seiner Einführung im Sommer 2005. Zuletzt wurde die Ladezeit der Landingpage in die so genannten „Other relevance factors“ aufgenommen.

Der Ankündigung im AdWords-Blog ist zu entnehmen, dass die Änderungen zunächst nur für einige Werbekunden scharf geschaltet werden. Wann es für uns in Deutschland ernst wird, steht damit noch nicht fest. Die AdWords-API muss ebenfalls noch umgebaut werden, um den Minimum Bid unterstützen zu können.

Fazit:

  1. Ein variabler Qualitätsfaktor berücksichtigt die unterschiedliche Performance ein und desselben Keywords in verschiedenen Regionen oder Suchmaschinen, die Google-Anzeigen ausspielen.
  2. Google wird zwangsläufig mehr Geld verdienen, da Keywords nicht mehr deaktiviert werden, sondern auf den weiteren Ergebnisseiten zu Klicks führen können.
  3. Die manuelle Steuerung einer SEM-Kampagne in Google AdWords könnte schwieriger werden, da der Qualitätsfaktor nicht mehr ohne weiteres abzulesen ist.

Ein Beispiel zum Verständnis:

Peters Autoreparatur wirbt auf AdWords zum Keyword Autoreparatur (weitgehende Übereinstimmung / broad match). Peters Anzeigen performen besser in Hamburg als in Schleswig-Holstein. Außerdem ist die Klick-Performance besser auf die Suchanfrage „Autoreparatur Opel“ als auf „Autoreparatur Ford“ sowie in AOL besser als in der Google Suche (man merkt, das ist rein fiktiv ;-)).

Anstelle eines einzigen Qualitätsfaktors für das Keyword Autoreparatur und eines Minimalgebots, das darüber entscheidet, ob die Anzeige geschaltet wird oder nicht, wird Google in Zukunft bei jeder Suchanfrage entscheiden, welchen Qualitätsfaktor und damit welchen AdRank die Anzeige bekommt. Aus diesem Grund werden Peters Anzeigen besser in Hamburg ausgespielt oder wenn jemand nach der Reparatur für seinen Opel sucht bzw. in AOL und nicht in Google selbst…

Relaunch von mifrie.de: Konstant ist nur die Veränderung.

mifrie.de 2.0 beta

Nachdem ich über Jahre das Layout von mifrie.de kaum angefasst habe, sehe ich die Zeit als gekommen an, einge Ergänzungen und Erweiterungen vorzunehmen.

Am deutlichsten spürbare Änderung: Meine Website enthält nun meinen Blog, der auch die Startseite bestimmt. Der alte Blog unter mifrie.blogger.de hat damit ausgedient.

Alle anderen Seiten sind vorübergehend noch im alten Layout erreichbar, werden aber nach und nach umgestaltet. Und damit die Links fürs erste auffindbar sind, hier die alte Startseite

Google öffnet seine Datenschleusen

Was ist eigentlich mit den Googlianern los? Google öffnet sich mehr und mehr und schmeißt mit Zahlen nur so um sich. Nachdem in den letzten Wochen bereits

wurde nun ganz neu

Wesentliche Neuerung aus meiner Sicht: Die Zusammenfassung von Suchbegriffen zu Kategorien und die „Turbo-Keywords“. Hier seht ihr ein Beispiel aus der Gala-Welt, wo ich die wichtigsten und vor allem die in den letzten Tagen am meisten in der Nachfrage gestiegenen Keywords aus Deutschland („matthew macfadyen“, „balthazar getty“, …) abgefragt habe: Google bietet neue Statistiken zum Suchvolumen mit "Insights for Search"

Quelle: http://google.com/insights/search/#cat=184&q=&geo=DE&date=today%201-m&clp=&cmpt=q

Keep on searchin!

Cuil: „miserable failure“ oder Google-Konkurrent

Heute hatte ich die ersten Referrer in meinem Blog zum Keyword „Holunderblütengelee“ – übrigens die am meisten gelesene Story meines Blogs aufgrund einer kleinen SEO-Session im vergangenen Jahr – von einer Suchmaschine namens „Cuil“: http://www.cuil.com/search?q=holunderbl%C3%BCtengelee&sl=long
Das hat mich zunächst einmal sehr überrascht, waren doch die heutigen Meldungen über den neuen Google-Marktmitgestalter noch an mir vorbei gegangen.

Meine Recherche hat mich dann aber schnell auf eine Site geführt, welche die Marktmacht von Google im Kernbereich der Suche angreifen will. Selbst im Heimatland von Google, wo Yahoo und MSN durchaus noch mehr Marktanteile besitzen, dürfte das aber schwer werden, wenn die Qualität der Ergebnisse bei Cuil nicht schnell verbessert wird. Auch Google als der Ex-Arbeitgeber des Gründingstrios von Cuil hatte zwar mit Zeiten zu kämpfen, in denen die SERPs (Suchmaschinenergebnisseiten) nur so vor Spam-Einträgen und eBay-Klonen strotzten. Dennoch ist die Qualität von Google mittlerweile zwar noch steigerbar, aber andererseits auf einem Niveau, welches wechselwillige User mindestens von einem neuen Player im Markt erwarten.

Da dieses Niveau vom Start weg nicht erreicht wurde, gerade auch was den Umgang im internationalen Bereich angeht (Stichworte sind deutsche Umlaute und das scheinbar beliebige Einstreuen von Bildern), begibt sich Cuil zunächst in die Warteschleife. Gemeinsam mit wikia und anderen hoffnungsvollen Neustarts, die sich ebenfalls Häme gefallen lassen mussten.

Brian Storm zu Besuch bei Gruner + Jahr

Eine Lehrstunde, wie man hochwertigen Fotojournalismus im Internet verbreiten kann, gab am heutigen Tage Medien-Produzent Brian Storm von mediastorm im Auditorium von Gruner + Jahr.

Hier ein paar Bilder zum Anschmecken der in meinen Augen wirklich einzigartigen Fotostories. Brilliante Reportagen. Tolle Bilder. Zusammengestellt in Videoform.

Hier mein Favorit: Kingsley’s Crossing

Der Film beschreibt die Situation eines 23-jährigen Kameruners, der aus seinem Heimatort nach Europa aufbricht, seine für mich erschütternden Erlebnisse auf dieser Reise und seine ernüchterte Erkenntnis nach seiner Ankunft.

Die Videos haben fürs Internet scheinbar Überlänge. Meine Warnung: Achtet auf eure Zeit! Brian Storm berichtete am Beispiel des Marlboro Marine, dass bis zu 65% der User den vollen Beitrag sehen. Hammer!

Darüber hinaus zeigte Storm aber auch, wie man hochwertigen Content im Web wirksam viral verteilt. Dazu nutzt mediastorm wirklich alle Spielarten des Web 2.0: Von digg.it über technorati, myspace, facebook, flickr bis zu maßgeschneiderten Links für Blogger (die ich oben auch verwendet habe). Da kann es schon einmal dazu kommen, dass sich der Traffic auf der Site ver15facht. Und nur wegen EINES Beitrags in einem russischen (!) Blog.

Ich würde gern sehen, welchen Einfluss der heutige Vortrag von Brian auf den deutschen Traffic hat.

Thanks a lot Brian for enlightening my friday and for this refreshing lesson!

SEO-Tobi am Werk

Nun hat es meinen Kollegen Tobias Schmidt auch erwischt: Ganz intensiv beschäftigt er sich mit den Möglichkeiten, Chancen und Risiken der Suchmaschinenoptimierung im Hinblick auf die Bekanntheit des eigenen ach doch so häufigen Namens auszuloten. Denn auch der berühmte Tobi Tobsen (Nicht nur Hamburgern in der Konstellation „Der Tobi und das Bo“ bekannt), sondern noch einige andere Menschen tragren den Namen Tobias Schmidt.

Nun denn Tobi, ich wünsche dir viel Erfolg. Und in der Suche nach Schmidt Tobias bist du ja eh schon auf Seite eins! 🙂

Tobias Schmidt
Tobias Schmidt in Action

life is a beach

life is a beach
life is a beach

Auch wenn meine Homepage seit geraumer langer Zeit den Untertitel „life is a beach“ trägt, hat den Spruch ein anderer erfunden. Wer? Das weiß ich nicht. Fakt ist jedoch, dass das Modelabel Venice Beach, das auch an den Stränden von Nord- und Ostsee gesichtet werden kann, schon vor einigen Jahren T-Shirts mit dem Slogan herausgebracht hat. Aber wer weiß: Vielleicht haben die ja bei mir abgeschaut?

Fest steht aber, dass „life is a beach“ wie die Faust aufs Auge zu meiner Lebenseinstellung passt. Präziser wäre nur noch „I am beachvolleyball“, aber auch das ist nicht von mir…
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Blow Your Mind!

Neue Technologien sollen in Zukunft nicht mehr an mir vorbeigehen, könnte eine meiner Maximen lauten. Probieren geht über studieren eine andere. Hier also mein erster Beitrag in meinem ersten Blog…

Als ich vor kurzer Zeit damit begann, mich beruflich mit dem Thema „Neue Medientrends und -technologien“ zu beschäftigen, konnte ich nicht ahnen, wie weit ich mich gedanklich schon entfernt hatte von der heutigen „Mobile Generation“:

Klingeltondownloads? Was sollte es nützen, wenn die Black Eyed Peas ein Ständchen bringen, wenn mich jemand zu erreichen versucht?

Podcasts? Das Thema begann mich zu interessieren, als ich in unserer G+J-Hauspostill „Grüner Dienst“ darüber las, das die FTD einen Podcast startet. (Inzwischen ist auch GEO auf den Zug aufgesprungen…)

Gaming? Darüber bin ich seit meinen letzten Adventures à la „Monkey Island IV“ vor Jahren weg!

Communities? Da hatte ich doch 1999 oder 2000 mal ein Foto auf http://photo.net hochgeladen… Ansonsten schien mir der Aufwand immer zu hoch, meine Fotos, von denen durchaus einige in der Gallery auf www.mifrie.de lagern, noch einmal auf eine allgemein zugängliche Plattform zu laden.

Doch was ich dabei übersah, ist eine wesentliche Eigenschaft des Netzes: Es vernetzt. Das mag eine Binse sein, stellt aber doch einen wesentlichen Unterschied dar zwischen dem Broadcasting-Angebot, das zum Beispiel TV-Stationen oder Zeitschriftenhäuser wie Gruner + Jahr bieten. Im Web kann man alles mit allem verknüpfen. Und deshalb ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass dieser Blog hier zu neuen Zugriffen auf mifrie.de und hamburg-beach.de führt. Einfach, weil er da ist. Die Wahrscheinlichkeit, neuen Traffic für seine Webseiten zu erzeugen ist dort höher, wo sich ohnehin schon viele Menschen treffen. Und das ist in Communities der Fall. Der Zweck kann dabei durchaus unterschiedlich sein: Fotos anschauen, sich zu bestimmten Themen austauschen, etc.

Mit dem Wegfall der Barriere Bandbreite durch die nahezu flächendeckende Verfügbarkeit von DSL ist es möglich, fast alle denkbaren Inhalte ins Netz zu stellen oder darüber zu vertreiben.

Und das Tolle ist: In nächster Zukunft werden auch die Medienkanäle TV, Internet, Telefon, Handy mehr und mehr zusammenwachsen. Das ist schon im Gange. „Kabelhaft“ und TriplePlay sag ich nur…

Dass hierin eine Herausforderung für ein Zeitschriftenhaus wie Gruner + Jahr und einen Print-Vertrieb wie den DPV Deutscher Pressevertrieb besteht, versteht sich. „Expand your brand“ heißt die Strategie des G+J-Vorstands. Für mich gilt in diesem Umfeld erst einmal „blow your mind“.