Don’t mess with the fat lady

Wieder da

30.01.2014 overcast -5 °C

It ain’t over till the fat lady sings. Doch jetzt sind die letzten Akkorde verklungen.

Wir sind wieder da, hier im kalten Deutschland. Brrr. Unsere Heizung müht sich noch redlich, die Bude warm zu bekommen, aber im Arbeitszimmer ist es schon ganz angenehm. Da sitze ich nun und falle alle zwei Minuten vor Müdigkeit auf die Tastatur. Ganz weg ist der Jetlag noch nicht.

Sieben Wochen und zwei Tage waren wir insgesamt unterwegs. Ein einmaliges Erlebnis, zumindest wenn wir unser bisheriges Leben betrachten. Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben durfte.

Was waren eigentlich die wichtigsten Erkenntnisse auf unserer Reise? Ganz sicher gehörten die folgenden dazu:

Weniger ist häufig mehr.

Unsere Kinder sind dafür verantwortlich zu machen, dass wir nur einen Bruchteil dessen gesehen haben, was wir hätten sehen können. Nur sie sind schuld, dass wir eine richtig gute Zeit hatten. Denn immer wieder zwingen einen Kinder dazu sich zu entscheiden: Was ist mir wichtig? Welches von drei Dingen sollen wir wirklich machen? Und gemeinsam kann man sich häufig besser der Reflektion widmen: Was war eigentlich heute (/ diese Woche / an diesem Ort / bitte ergänzen) das beste, was wir unternommen haben? Manche Dinge, die ich gern noch gesehen oder unternommen hätte, fielen hinten über. Aber die waren dann wohl auch nicht so wichtig.

Offenheit erzeugt Offenheit.

Die Australier haben eine tolle und uns sture Norddeutsche entwaffnende Art, aufeinander zuzugehen. Wo kommt ihr her, was macht ihr, wo wollt ihr hin – einfache Fragen, die einen guten Gesprächseinstieg bilden und in Australien nicht übelgenommen werden können. Dabei waren die Australier, die wir kennengelernt haben, sehr interessiert an den Entwicklungen in Europa. Einerseits liegen dort die Wurzeln fast aller Australier, andererseits bestehen wirtschaftliche Abhängigkeiten. Schließlich ist man aber wirklich auch an anderen Menschen und ihrer Meinung interessiert.

Einfach machen.

Nicht lange um den heißen Brei reden oder Bedenken vor sich her tragen. Ausprobieren! Hinterher ist man immer klüger. So versuche ich immer mehr zu verfahren. In Australien habe ich Skateboardfahren ausprobiert (von gelernt will ich noch nicht reden), ebenso Bodyboarding und Wellenreiten. Schön wenn man die Gelegenheit dazu hat.

Relax

Entspann dich. Viel hängt davon ab, mit welcher Geisteshaltung man Unbekanntem, aber auch Ungewolltem entgegentritt. Symptomatisch dabei für mich die Reaktion von Carol darauf, dass Armella ein Glas beim Abendessen umgestoßen hatte: Nun, sie wollte das nicht, insofern ist das gar kein Problem. Und der Tisch ist ohnehin schon sehr alt… Etwas mehr Gelassenheit in vielen Dingen tut mir gut, und daher steht das Motto „Relax“ jetzt auch bei mir zu Hause.

Schlussendlich sage ich „Danke“, dass ich diese sieben Wochen Zeit hatte, an meinen Arbeitgeber.

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