Arvids Einschulung

Ein großer Tag

Prioritäten verschieben sich im Laufe eines Lebens, das ist nicht neu. Und doch war ich überrascht, dass mich diese Erkenntnis so drastisch treffen würde.

Arvid mit Schultüte
Arvid ist ein Schulkind

Ich habe drei Neffen und eine Nichte, der Älteste ist gerade neunzehn Jahre alt geworden, der Jüngste ist neun. Alle vier habe ich sehr gern, ihre Feiern zur Einschulung jedoch samt und sonders verpasst. Auch wenn das aus unterschiedlichen Gründen der Fall war, steht am Ende ein klares 0:4 aus meiner Sicht.

Gestern hatte nun unser Sohn Arvid Einschulung in die Escheburger Grundschule. Schon im Frühjahr hatte ich überlegt, wen wir alles einladen wollen. Dabei wurde mir klar, dass ich es angemessen fände, den ersten Schultag in einem etwas größeren Rahmen zu feiern, würde das doch ein sehr wichtiger Moment in Arvids Leben werden. Leider war der Termin auf einen Dienstag angesetzt, selten dämlich für größere Runden. Neben den üblichen Verdächtigen (Omas und Opas) erschien dann aber doch auch mein Bruder mit seiner Frau und Tochter – nur für die gemeinsame Familienfeier. Nachtragend ob meiner Abwesenheit bei den Festen seiner Kinder ist er kein Stück und hat mir stattdessen gezeigt, dass auch mir in meinem früheren Beachvolleyball-Leben eine Ausnahme von der Regel „Jedes Wochenende im Sand“ gut zu Gesicht gestanden hätte. Aber wie schrieb ich oben bereits? Prioritäten verschieben sich.

Ein weiteres interessantes Detail unseres familiären „Line-Ups“ war, dass zum ersten Mal seit knapp 30 Jahren mein Vater und meine Mutter wieder auf einer Familienfeier zusammentrafen; die „alte neue“ Situation meisterten aber alle Anwesenden bravourös.

Die kurze, knackige Einschulungsfeier fand in der Turnhalle der Grüppentalschule statt und beinhaltete musikalische Darbietungen, Reden der Schulleiterin Imke Arndt und des Escheburger Bürgermeisters Rainer Bork sowie im Wesentlichen die Aufteilung der Erstklässler auf ihre Klassen. Anschließend entschwanden diese mit Klassenlehrerinnen in die Klassenräume, um die erste halbe Stunde gemeinsam zu verbringen. Die Eltern schwirrten derweil frohgestimmt und aufgeregt hin und her, versuchten noch Informationen, Kaffee und Kuchen zu erhaschen.

Wenig später kamen die Kinder schon zurück, es entstand etwas Leerraum, in dem wir es gemeinsam mit weiteren drei befreundeten Familien erfolgreich schafften, die ersten Klassenfotos unserer Kinder zu verpassen. Immerhin konnten wir noch Familienfotos schießen und so immerhin eine schöne Erinnerung für alle Anwesenden produzieren.

Familienfoto
Familienfoto

Fürs Mittagessen hatten wir uns auf der Südseite der Elbe im Restaurant „Stover Strand“ eingebucht, um dem Trubel der Einschulungsfeiern in Hamburg zu entgehen. Das Essen war sehr ansprechend, wir hatten nicht nur den Wintergarten, sondern gleich das ganze Restaurant inklusive Koch und Bedienung für uns, und alle waren happy. Mit einem abschließenden Spaziergang am Deich  und es entwickelte sich ein wunderschöner Tag, der uns allen, insbesondere aber Arvid, sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben wird.

Ein Gedanke zu „Arvids Einschulung“

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