Hat Google News Probleme mit AdWords?

Auf der Recherche nach Google-News-Ergebnissen zu Jan Delay in der Websuche von Google bin ich darüber gestolpert, dass Google Probleme mit zu langen News-Einträgen in der Kombination mit Google AdWords zu haben scheint.

Google News im Konflikt mit AdWords-Anzeigen
Google News im Konflikt mit AdWords-Anzeigen

Unter der Überschrift „News-Ergebnisse für jan delay“ erscheint erst einmal – nichts, bzw. eine Menge Weißraum, der auf die letzte AdWords-Anzeige wartet. Google sollte sich dann doch mal überlegen, ob man den Anbieter „Erfassung und Verbreitung von Pressemitteilungen aus allen Branchen (Pressemitteilung)“ nicht einfach „premiumpresse“ nennen könnte. Aber vielleicht ist das ja auch Strategie, die Newsbox so zu gestalten, dass sie wie von selbst aus dem Bild rutscht und die AdWords-Anzeigen automatisch mehr geklickt werden. Wer weiß…

Bing! Auswirkungen des Microsoft-Yahoo-Deals auf SEO und SEM

Der Search-Deal zwischen Yahoo! und Microsoft / Bing wird auch die SEO-Welt verändern. Ein bisschen.

Microhoo? Yabing?
Microhoo? Yabing?

Noch vor sechs Wochen war ich mir nicht sicher, ob Microsofts Suchmaschine Bing es wirklich wert ist, sich darüber aus SEO-Sicht ernsthaft Gedanken zu machen (SEO für Bing / Mehr SEO-Tipps für Bing).

Mit dem am 29.07. geschlossenen Deal zwischen Yahoo! und Microsoft über die Nutzung einer gemeinsamen Suchtechnologie haben sich die Vorzeichen aber klar verändert. Welche Schlussfolgerungen der eifrige SEO daraus ziehen könnte, wird hier dargestellt. Bing! Auswirkungen des Microsoft-Yahoo-Deals auf SEO und SEM weiterlesen

DMEXCO 2009

Logo der DMEXCO
Logo der DMEXCO

Die Online-Marketing-Szene trifft sich im September 2009 in Köln. Die DMEXCO, welche am 23. und 24. September stattfinden wird, ist der legitime Nachfolger der OMD in Düsseldorf, welche Ende 2008 ihren Rückzug erklärt hatte.

Alle Keyfacts der DMEXCO 2009:

Wer es genauer wissen will: DMEXCO steht übrigens für „Digital Marketing Exposition & Conference“. Und noch mehr aktuelle Informationen gibt es unter dmexco.de

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Google Local Ads mit Karte im Search Network

Gerade bei Google gesichtet habe ich eine Karten-Einbindung in den gelb unterlegten TOP-AdWords-Anzeigen. Auf der Suche nach Seminar Akquise bin ich über die Anzeige von „akquise-plus.de“ gestolpert, die offenbar in meiner Nähe sitzen:

Lokale Google-Anzeige mit Anklick-Garantie
Lokale Google-Anzeige mit Anklick-Garantie

Was passiert? Google spielt hier neben dem normalen SEM-Anzeigentext noch den klickträchtigen Zusatz „Karte von tresckowstr. 31, 20259 hamburg einblenden“ aus. Seeehr aufmerksamkeitsstark – das vermittelt dem Suchenden den Eindruck, dass nebenan einer sitzt, der einem das gesuchte Thema nahebringen kann.

Dass ich diese Mash-Up-Werbeform zwischen Google Local Ads und Google Maps bisher noch nicht gesehen habe, muss nicht unbedingt bedeuten, dass sie neu ist. Lokale Anzeigen werden ja ohnehin eher selten geschaltet – so zumindest mein Eindruck. Dass sie erfolgreich sein können, zeigt dieses Beispiel aber ohne Frage. (Ich werd mich gleich mal zum nächsten Seminar anmelden…)

Hier folgt der Screenshot mit der aufgeklappten AdWords-Anzeige:

AdWords-Anzeige mit Karte
AdWords-Anzeige mit Karte

Google experimentiert weiter mit seinen Werbeformen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, welche Synergien sich im Zusammenspiel der einzelnen Google-Produkte (hier Maps und AdWords) noch heben lassen.

Einfluss des Google Qualitätsfaktors auf den CPC

Die Frage wird mir in meinem beruflichen Umfeld immer wieder gestellt: Wie berechnet sich eigentlich der Qualitätsfaktor? Heute stolperte ich dabei über ein Video, welches den Zusammenhang zwischen Gebotspreis, Qualitätsfaktor, Ad Rank und dem tatsächlich bezahlten CPC sehr schön illustriert.

Viel Spaß beim Anschauen!

Warum SEM die beste Waffe gegen die Rezession ist

Folgender Beitrag ist die sinngemäße Übersetzung eines Artikels von Jonathan Beeston auf iMedia Connection vom 24.2.09 – zu finden unter http://www.imediaconnection.com/content/22088.asp

Er beschreibt die Wirksamkeit von SEM in einer Rezession und die Notwendigkeit eines Bidmanagementsystems zur prädiktiven Modellierung in SEM.

Warum SEM die beste Waffe gegen die Rezession ist

Werbe-Pioneer Claude C. Hopkins beginnt sein bahnbrechendes Buch „Wissenschaft der Werbung“ mit: „Werbung hat in mancher Hinsicht den Status einer Wissenschaft erreicht.“ Das war 1923. Würde Hopkins mit seinem Fokus auf Methodiken, Tests und Analysen heute noch am Leben sein, zweifellos wäre er Search Engine Marketer.

In der heutigen Internet-Zeit ist Search Engine Marketing der am besten trackbare und zuverlässigste aller Werbekanäle. SEM verwendet ausgefeilte Technologien und bietet damit Werbetreibenden einen kompletten Einblick darin, welche Keywords am besten zu Traffic und Sales konvertieren – und welche nicht. Es ist dieses Maß an Genauigkeit, verbunden mit einer stabilen Partnerschaft mit einer vertrauenswürdigen Agentur, welches den Vermarktern hilft, die Rezession mit ihren Marken schadlos zu überstehen.

Warum sich Suche bezahlt macht

Bezahlte Suche ist effizient, basiert auf einem Modell der Kosten-Kontrolle, und ist damit der rezessionssicherste Werbekanal. Da im SEM nur die abgenommene Leistung bezahlt wird,  können Vermarkter so viel oder so wenig, so langsam oder schnell Geld ausgeben wie notwendig. Und diese Änderungen können „on the fly“vorgenommen werden – mit traditionellen Medien wohl kaum machbar.

Die Suchmaschinen setzen auf einem „Qualitätsfaktor“ basierende Algorithmen ein und erhöhen damit die Komplexität der Suche – wird die Qualität verbessert, sinken die Mindestgebote und der Rang verbessert sich. Damit wird einer Kampagne die Möglichkeit gegeben, schrittweise an Effizienz zuzulegen.

Dennoch sind volatile Märkte, die während einer Rezessionen auftreten, ein schwieriges Umfeld für jeden Werbetreibenden. Wenn die Werbeausgaben beschnitten werden, geht Umsatzvolumen verloren, bei steigenden Marketingkosten setzt man sich einem höheren Ergebnisrisiko aus. Erfolg in einem volatilen Markt und die Sicherstellung der Zielerreichung im Tagesgeschäft kann mit der richtigen Balance im komplexen Zusammenspiel von Wissenschaft und Technik erreicht werden.

Technologie ist der Schlüssel

Eine Technologie zur prädiktiven Modellierung wird von einigen Unternehmen als Optimierungsplattform zur Steigerung des Kampagnenerfolgs benutzt. In diesem weit entwickelten Ansatz können Kosten und Trafficvolumen einer bestimmten Gebotsposition sowie das Konversionsprofil eines Keywords akurat vorhergesagt werden. Erfolgreiche Kampagnensteuerung innerhalb des von Google, Yahoo! und MSN besetzten, undurchsichtigen Search-Markts erfordert eine Agentur, die Maximum-CPC, effektive Gebotsposition und die resultierenden Umsätze akurat modellieren kann. Dies ist auch in normalen Zeiten eminent wichtig, in einer Rezession aber, wenn jeder Cent zählt und nichts verschwendet werden darf, wird dieser Ansatz entscheidend für den Erfolg.

Die „Wissenschaftliche Suche“ wird weiterhin die Werbe-Euros anziehen

Eine erfolgreiche Kampagne erfordert besondere Fähigkeiten und ausgefeilte Technik, um solide Ergebnisse zu erzielen. Schlecht ausgeführtes SEM ist ein verschwenderisches Rätselraten. Daher ist es wichtig, kein Budget auf zu teure Keywords zu verschwenden. Um vor den Wettbewerbern zu stehen, muss man den Longtail effektiv ausnutzen, und dafür ist prädiktive Modellierung und automatische Optmierungstechnologie der einzig richtige Weg. Typische regelbasierte Methoden beruhen auf älterer Technologie und erfordern einen hohen manuellen Management-Aufwand, was einerseits Produktivitätsziele unterminiert, andererseits ein hohes Fehlerpotenzial darstellt. Grundsätzlich kann dieser Ansatz keine optimalen Gebote auf mehreren Positionen über 10.000 Keywords hinweg berechnen. Eine Kampagne, welche aus nur zwei Keywords besteht, würde bei zehn möglichen Positionen rechnerisch 100 Versuche benötigen, um die optimale Lösung zu finden. Vergrößern wir das Portfolio auf zehn Keywords, gibt es schon 10 Milliarden Kombinationen! Selbst diese begrenzte Kampagne kann nicht effektiv berechnet werden, indem man mit Excel-Tabellen und Keyword-Regeln arbeitet. Kommen alle drei Suchmaschinen ins Spiel, verschiedene Übereinstimmungstypen, Search und Content Network, übersteigt die Anzahl der Entscheidungen bei weitem die Möglichkeiten einer regelbasierten Technologie.

Wissenschaftliche Suche ist die beste Waffe gegen Rezession

Die Verwendung mathematischer Modelle zur Bestimmung von Cost-per-Klick und Conversion-Rate ermöglicht einer Agentur den wirksamen Einsatz einer Optimierungstechnologie und damit die Konzeption einer Kampagnenstrategie, welche die Business-Ziele widerspiegelt. Diese Ziele heißen Umsatzmaximierung bei gegebenem Budget oder – während einer Rezession lebenswichtig – das Erreichen eines Absatzziels bei minimalen Kosten. Dieses Modell bietet einen verbesserten Vorausblick auf die Kampagnenperformance. Es ermöglicht Marketern ebenfalls, gut informierte Entscheidungen zu treffen, wenn sie ihr Kampagnenbudget für SEM festsetzen. Messbarkeit und Zuverlässigkeit machen Search Engine Marketing zum einzig richtigen Kanal für Marketer, die ihre Marke oder ihr Produkt durch die Rezession navigieren wollen. Der Werbetreibende hat stets die Kontrolle und das Finetuning der Kampagnen läuft, währenddessen diese auf ROI-Maximierung getrimmt werden. Darüber hinaus kann prädiktive Modellierung das SEM-Budget reduzieren, aber die Klicks stabil halten. In einer Rezession sind Controlling und Targeting entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Tagesbudgets, Geo- und Site-Targeting geben Search Marketern unvergleichlich flexible Möglichkeiten zur Steuerung ihrer Kampagnen.

Hopkins wäre begeistert gewesen!

Bilder des neuen Google AdWords-Qualitätsfaktors und des „First Page Bids“

Dieser Post ist überfällig, sah ich doch neulich bei PPC Book Bilder des bereits von mir beschriebenen neuen Google AdWords Qualitätsfaktors.

Quality Score and First Page Bid
Quality Score and First Page Bid

In der ersten Abbildung ist zu erkennen, das statt des bisher bekannten Mindestgebots nunmehr ein Estimated First Page Bid, also die Schätzung des für die erste Seite notwendigen Gebots, abgebildet wird.

Ich stelle mir lediglich die Frage, ob es dann in Zukunft auch die Situation gibt, dass fünf Anzeigen auf der ersten SERP ausgespielt werden, weitere Anzeigen aber nur auf der zweiten? Was meint ihr?

Offensichtlich wird der Qualitätsfaktor nicht nur bei jeder Suchanfrage neu berechnet – jetzt gibt es für den Quality Score auch eine Skala von 1 bis 10, auf der jedes Keyword bewertet wird.

1 to 10 Scale for Quality Score
1 to 10 Scale for Quality Score

Diese ist auf der zweiten Abbildung sichtbar, welche das aus AdWords bekannte Diagnosetool für Keywords zeigt. Offenbar ist dieses nunmehr um die detaillierte Darstellung des Qualitätsfaktors ergänzt worden. Darüber hinaus werden Tipps für die Verbesserung des Qualitätsfaktors angezeigt.

Man darf gespannt sein, inwiefern diese Maßnahme von Google geeignet ist, den Long Tail von weniger relevanten Keywords für sich zu erschließen. Schließlich kann ja auch dieses Kleinvieh Mediabudgets einbringen…

Google ändert AdWords Qualitätsfaktor

Google hat am vergangenen Donnerstag Änderungen in seinem Anzeigensystem Google AdWords angekündigt.

Die gravierendsten Neuigkeiten:

  1. Der Google Qualitätsfaktor für jedes Keyword wird zukünftig dynamisch bei jeder Suchanfrage berechnet und bezieht dabei Kriterien wie den Ort des Suchenden mit ein.
  2. Den Status „Inaktiv für Suche“ wird es in Zukunft nicht mehr geben.
  3. Statt des Mindestgebots (Minimum Bid) wird es ein „First Page Bid“ geben, also ein Gebot, welches notwendig ist, um mit seiner Textanzeige auf die erste Ergebnisseite der Google Ergebnisseite zu kommen.

Der Qualitätsfaktor erfährt damit die größten Änderungen seit seiner Einführung im Sommer 2005. Zuletzt wurde die Ladezeit der Landingpage in die so genannten „Other relevance factors“ aufgenommen.

Der Ankündigung im AdWords-Blog ist zu entnehmen, dass die Änderungen zunächst nur für einige Werbekunden scharf geschaltet werden. Wann es für uns in Deutschland ernst wird, steht damit noch nicht fest. Die AdWords-API muss ebenfalls noch umgebaut werden, um den Minimum Bid unterstützen zu können.

Fazit:

  1. Ein variabler Qualitätsfaktor berücksichtigt die unterschiedliche Performance ein und desselben Keywords in verschiedenen Regionen oder Suchmaschinen, die Google-Anzeigen ausspielen.
  2. Google wird zwangsläufig mehr Geld verdienen, da Keywords nicht mehr deaktiviert werden, sondern auf den weiteren Ergebnisseiten zu Klicks führen können.
  3. Die manuelle Steuerung einer SEM-Kampagne in Google AdWords könnte schwieriger werden, da der Qualitätsfaktor nicht mehr ohne weiteres abzulesen ist.

Ein Beispiel zum Verständnis:

Peters Autoreparatur wirbt auf AdWords zum Keyword Autoreparatur (weitgehende Übereinstimmung / broad match). Peters Anzeigen performen besser in Hamburg als in Schleswig-Holstein. Außerdem ist die Klick-Performance besser auf die Suchanfrage „Autoreparatur Opel“ als auf „Autoreparatur Ford“ sowie in AOL besser als in der Google Suche (man merkt, das ist rein fiktiv ;-)).

Anstelle eines einzigen Qualitätsfaktors für das Keyword Autoreparatur und eines Minimalgebots, das darüber entscheidet, ob die Anzeige geschaltet wird oder nicht, wird Google in Zukunft bei jeder Suchanfrage entscheiden, welchen Qualitätsfaktor und damit welchen AdRank die Anzeige bekommt. Aus diesem Grund werden Peters Anzeigen besser in Hamburg ausgespielt oder wenn jemand nach der Reparatur für seinen Opel sucht bzw. in AOL und nicht in Google selbst…